Wieviel Zeit bleibt den Korallen noch?

Korallenriffe sind für Taucher und Schnorchler immer wieder ein besonderes Erlebnis unter Wasser. Nur knapp unter der Wasseroberfläche gelegen, bieten sie ein Feuerwerk an Farben, zahllose Fische suchen hier ihre Nahrung, es gilt Schildkröten und Rochen zu beobachten. Die Vielfalt ist groß, gerade die Malediven und auch das Great Barrier Reef sind große Touristenattraktionen. Wer möchte nicht einmal Nemo live erleben, wenn er im Schutz einer Anemone seine Umwelt beobachtet?

Aber diese weltberühmten Korallenriffs sind in Gefahr. Je wärmImage result for Great Barrier Reefer die Meere, desto häufiger bleichen die Korallen aus, sie sterben ab. Das Ergebnis sind lange schneeweiße Kalkskelette, die Fische wandern weg, es bleibt eine leblose Landschaft unter Wasser. Für Tropentaucher ist das immer wieder ein trauriger Anblick, aber leider kein seltener. Die globale Erwärmung erhitzt das Meerwasser. Wenn die Temperaturen längere Zeit zu hoch sind, sondern die bunten Algen, mit denen die Korallen in Symbiose leben, Gifte ab. Die Korallen stoßen daher die Algen ab und verlieren damit auch ihre Farbenpracht. Aber ohne ihre Mitbewohner können die Korallen nicht lange überleben und sterben innerhalb kurzer Zeit ab.

Zwar gab und gibt es immer wieder Korallenbleichen, nach denen sich die Riffe erholen konnten und ihre alte Blüte und Farbenpracht wiedererlangten. Doch die Abstände zwischen den Hitzewellen im Meer werden immer kürzer. Wissenschaftler befürchten, dass Riffe wie das Great Barrier Reef sich bald nicht mehr regenerieren können.

In Australien hängen viele Arbeitsplätze von dem Riff und den Korallen ab. Daher hat sich die australische Regierung jetzt zu einer spektakulären Rettungsaktion entschieden. Umweltminister Josh Frydenberg nannte einen dreistelligen Millionenbetrag, den man in die Erhaltung des Great Barrier Reef investieren will. Ob allerdings Maßnahmen zur Verbesserung der Wasserqualität und die Wiederherstellung der Korallenstöcke die Zukunft des Riffs sichern können, bleibt abzuwarten. Damit wird nicht wirklich die Ursache des Problems bekämpft, man kümmert sich lediglich um die Auswirkungen. Eine dauerhafte Lösung scheint das nicht zu sein.

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