Laut WHO sterben jährlich mehrere Millionen Menschen weltweit an den Folgen der Luftverschmutzung. Betroffen sind aber nicht nur China, Russland, andere Schwellenländer und Länder der Dritten Welt. Schadstoffe wie Staub, Rauch, Gase, Dämpfe, Aerosole und Geruchsstoffe sorgen rund um den Globus für die Verschmutzung unserer Atemluft. Obwohl die Luftverschmutzung vor allem in Industrieländern durch gezielte Maßnahmen zur Reinhaltung der Luft zurückgegangen ist, ist in der EU die Zahl der Todesfälle durch Luftverschmutzung weiterhin höher als die der Unfalltoten im Straßenverkehr. Hauptursachen sind hier die Landwirtschaft, der Straßenverkehr, die Industrie und Stromerzeugung.

Gerade Umweltpolitiker propagieren den Umstieg auf erneuerbare Energien wie Sonne, Wind und WasserkImage result for Ist die Luft rein?raft zur Stromerzeugung. Diese Ressourcen sind nach menschlichen Maßstäben nicht nur unerschöpflich, sie sind auch aktiver Umwelt- und Klimaschutz. Die sogenannte Energiewende kann nicht nur helfen, die globale Erwärmung einzudämmen, auch eine Verbesserung der Luftqualität durch weniger Abgase ist zu erwarten. Die negativen Auswirkungen durch den Abbau fossiler Brennstoffe sowie die Abhängigkeit von abbauenden Ländern würden langfristig reduziert.

Wer in der Nähe eines Kohlekraftwerkes wohnt, weiß sicher, dass der Einsatz fossiler Brennstoffe die Atemluft stark belastet. Aufgrund von gesetzlichen Auflagen kommen in vielen Ländern inzwischen Filter- und Reinigungsanlagen zum Einsatz. Da die Industrie aber zur Sparksamkeit neigt, insbesondere beim Einsatz von umweltschonenden Maßnahmen, sind gesetzliche Vorgaben unerlässlich, um positive Effekte zu erzielen.

Auch die Autohersteller sind keine Ausnahme, was die unternehmerische Sparsamkeit betrifft. Auto-Abgabe aus Diesel- und Verbrennungsmotoren gehören mit zu den Hauptursachen der Luftverschmutzung in verkehrsreichen Städten. Unter anderem die Belastung durch Feinstaub stellt ein hohes Gesundheitsrisiko für den Menschen dar. Auf die Wende zum umweltfreundlicheren Elektro-Auto wartet man in Mitteleuropa derzeit noch vergeblich. Die Lobbyisten der Autoindustrie machen offenbar weiterhin ihren Einfluss auf die Politik geltend. Doch hier wäre etwas mehr Druck von oben durch Regierungen durchaus wünschenswert. Wenn die Konzernzentralen weiterhin auf die luftverschmutzenden Technologien setzen, verschlafen sie vielleicht den Anschluss in Märkte wie China, wo jetzt bereits Quoten für Elektro-Autos vorgeschrieben sind.