Das waren noch Zeiten, als der Bauer im Frühling sein Pferd einspannte, um die Felder zu pflügen. Eingesetzt werdeninzwischen modernere Technologien. Dennoch erzielte die Landwirtschaft in den letzten Jahrzehnten im Vergleich zu anderen Branchen kaum Erfolge bei der Reduzierung von umweltschädlichen Emissionen.

In vielen europäischen Ländern wird mehr als die Hälfte der Landfläche durch landwirtschaftliche Betriebe genutzt, die Bedeutung dieses traditionellen Wirtschaftszweiges ist weiterhin groß. Landwirtschaft produziert nachwachsende Rohstoffe, sichert unsere Ernährung und spielt eine wichtige Rolle für die Erhaltung der Kulturlandschaft.

Trotzdem oder gerade deswegen ist die Landwirtschaft einer der größten Verursacher von Treibhausgasen, sie ist verantwortlich für die Belastung voImage result for moderne Technologienn Gewässern und die Zerstörung der Artenvielfalt. Die mit der Steigerung der Effizienz und Wirtschaftlichkeit einhergehende Intensivierung bringt nicht nur Vorteile mit sich, die Umwelt und damit wir alle haben unter den Folgen zu leiden. Um diese Entwicklung umzukehren oder zumindest vorerst einzudämmen, ist eine Umstellung auf strengere Richtlininen und auf ökologischen Landbau dringend notwendig.

Schäden für die Natur und auch den Menschen verursachen der Einsatz von Dünge- und Pflanzenschutzmitteln sowie die industriell ausgerichtete Tierhaltung. Letztere ist oft auch kaum mit dem Tierschutz vereinbar. Weltweit gesehen ist die Rodung großer Waldflächen aus Gründen der Landgewinnung eine Bedrohung für unser Klima. Der Ackerbau hinterlässt im Boden und damit auch im Grundwaser Schwermetalle, Stickstoff und Phosphor. Der Einsatz von modernen Pflanzenschutzmitteln vernichtet nicht nur die Schädlinge, die Breitbandwirkung dieser Mittel tötet auch nützliche Insekten. Das gefährdet die Biodiversität. Mit den Insekten verschwindet die Nahrungsgrundlage von Vögeln und Säugetieren. Statt Artenschutz bedeutet das Artensterben.

Agrarförderung, wie sie in der Europäischen Union betrieben wird, sollte die Umweltanforderungen dort stärken, wo es notwendig ist. Belohnt werden sollten Betriebe, die die Umwelt und die Ökosysteme stärker in den Vordergrund stellen. Wenn der Landwirt bereit ist, auf umweltschädliche Mittel und Methoden zu verzichten, sollte er entsprechend stärker gefördert werden.