Tod durch Hitze

Die Äsche treibt leblos an der Wasseroberfläche, mit dem Bauch nach oben. Der Fisch ist tot, zusammen mit vielen anderen Artgenossen. Im Hochrhein zwischen Basel und dem Bodensee ist ein massenhaftes Fischsterben zu beobachten, bereits mehr als eine Tonne toter Fische wurden geborgen, das berichtet der schweizerische Fischereiverband. Doch nicht das illegale Einleiten giftiger Abwässer ist die Ursache für den Tod der Tiere, die Fische sterben aufgrund der anhaltenden Sommerhitze. Vor allem Äschen sind aktuell betroffen, da sie Temperaturen unter 23 Grad bevorzugen, derzeit liegen die Wassertemperaturen im Hochrhein aber bei über 27 Grad. Die Wetterprognosen sagen weitere heiße Tage voraus.

Derzeit kämpfen viele SchwImage result for Tod durch Hitzeeizer Fischer am Rhein mit allen verfügbaren Mitteln und bis an den Rand der körperlichen Erschöpfung um die Rettung der Fischpopulation. Für große Verärgerung sorgt in dieser Situation, dass viele Bodenseefischer auf der deutschen Seite weiterhin Kapital aus der Situation schlagen und mit dem Verkauf von Fischen an Restaurants gutes Geld verdienen, statt sich für den Erhalt der Bestände stark zu machen.

Nachdem bereits vor einigen Tagen in Hamburg mehr als fünf Tonnen tote Fische geborgen werden mussten, wird es offenbar jetzt auch in südlicheren Regionen wie am Hochrhein kritisch für die Fische. Nach Angaben der Landesanstalt für Umwelt in Baden-Württemberg sind die Lebensbedingungen im weiteren Verlauf des Rheins für Fische noch nicht im kritischen Bereich angelangt, die Wassertemperaturen in Donau, Rhein und Neckar liegen aber zum Teil schon über 26 Grad. Ein größeres Fischsterben ist bislang ausgeblieben. Aber der Rhein heizt sich weiter auf, an einigen Abschnitten wurde jetzt schon die für die Ökologie des Gewässers gefährliche Temperatur von 28 Grad überschritten. Wenn die Wettervorhersage recht behält und die nächsten Tage weitere Hitzerekorde mit sich bringen, sind die Prognosen für die Fischpopulation nicht besonders gut.

Auch aus anderen deutschen Regionen kommen schlechte Nachrichten, in Brandenburg trocknete ein Zufluss der Elbe, die Schwarze Elster, stellenweise komplett aus.

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