Seit einigen Jahren schon beobachten die Meteorologen verstärkt das Auftreten von schweren Regenfällen, ungewöhnlichen Hitzewellen, Dürrekatastrophen, Kälterekorden, Orkanen und tropischen Wirbelstürmen. Offenbar spielt unser Wetter so langsam verrückt!

Lange Zeit taten sich die Wissenschaftler aber schwer, einen direkten Zusammenhang zwischen diesen Wetterphänomenen und der globalen Erwärmung zu finden. Vermutungen gab es schon lange, aber Klimakritiker sahen hier keinerlei Verbindung. Mit schnelleren Computersystemen und verfeinerten Klimamodellen gibt es aber immer öfter neue Erkenntnisse in diesem Bereich.

In diesem Jahr kämpfte Europa unter einer wochenlangen Hitzewelle, Fische starben, die Landwirte litten unter der Dürre. Im Sommer davor hatte Mitteleuropa unter sintflutartigen Regenfällen zu leiden, Wohngebiete mussten evakuiert werden, der Ausnahmezustand wurde in einigen Städten ausgerufen.

Image result for Mal heiß, mal kalt, unser Wetter wird extremDer Klimawandel stört wichtige Luftströme, die unser Wetter beeinflussen. Weniger tägliche Schwankungen erzeugen länger anhaltende extreme Wetterlagen, manchmal über Wochen hinweg. Außerdem kann wärmere Luft mehr Wasser aufnehmen, wenn sich ein Tiefdruckgebiet über dem Mittelmeer wie ein Schwamm vollsaugt und östlich an den Alpen vorbeizieht, kann es in Mittel- und Osteuropa für sintflutartige Regenfälle sorgen.

Laut einer neuen Studie aus den USA werden Wirbelstürme immer langsamer. Das gibt ihnen aber mehr Zeit, über einer Region Regen- und Sturmschäden zu verursachen. Die Ursache hierfür scheint auch die schwächere Luftzirkulation zu sein, damit werden die Wirbelstürme langsamer von den Luftsrömen weitergetragen, und die Luft nimmt mehr Wasserdampf auf, der später wieder abregnen kann. 2017 war das schlimmste Hurrikanjahr seit Jahren und laut Forschung setzt sich dieser Trend weiter fort.

Im letzten Winter hatten Teile der USA und Kanadas unter einer extremen Kältewelle zu leiden. Bei Temperaturen bis unter minus 40 Grad konnten Menschen ihr Haus teilweise nur in Notfällen verlassen, eine Ausnahmesituation für die Menschen und auch für die Tierwelt.

Ob Hitze- oder Kältewelle, in der Zukunft wird es laut den Meteorologen in Mitteleuropa mehr extreme Regenperioden, extreme Temperaturen und Stürme geben. Der statistische Nachweis ist noch nicht erbracht, da der Beobachtungszeitraum noch zu kurz ist, aber wir sollten uns langsam darauf einstellen.